Periodika als eBooks - Wann denn endlich?
Seit geraumer Zeit warte ich auf innovative Ideen aus der deutschen Verlagsszene zum Thema elektronische Periodika.
Ich denke, es wird Zeit, die Thematik neu zu überdenken. Amazon bietet für 99,- Euro den kleinen Kindle an, für um die 100 Euro bekommt man bereits mehrere eBook-Reader und ich bin überzeugt, dass der Durchbruch der elektronischen Lesegeräte kommen wird, sobald die wichtigste Voraussetzung dafür erfüllt wird: kostengünstiger und einfacher Zugang zu Büchern und (wahrscheinlich noch wichtiger) Zeitungen und Magazinen. Vielleicht auch vorher, wenn sich Wege finden lassen auch anders an den elektronischen Lesestoff zu kommen (so geschehen bei Musik und Film).
Natürlich ist mir klar, dass die Verlage und Buchhandlungen hier Gefahren für Ihre Umsätze sehen. Doch wird derzeit exakt der selbe Fehler gemacht, wie er schon bei Musik- und Filmindustrie zu beobachten war! Dabei sollte man doch aus der Geschichte gelernt haben und endlich einmal den Mut besitzen und die Weitsicht, sich auf die sowieso unaufhaltsam anbrechenden neuen Zeiten einzulassen - statt mit aller Gewalt dagegen zu arbeiten. Sonst wir man am Ende doch als großer Verlierer dastehen, weil die Energie für ein hoffnungsloses Unterfangen verschwendet, statt zum Finden neuer Wege genutzt wurde. Denn: der Kunde wird bereit sein. Die Verlage auch?
Ich störe mich auch schon lange daran, dass trotz weit verbreiteter Breitband-Internetzugänge bei vielen Magazinen eine CD-Rom oder DVD beigelegt wird. Ich halte dies für absolute Verschwendung und unnötige Umweltverschmutzung. Die CD/DVD sollte optional vom Kunden bestellbar (dafür das Standard-Abo etwas günstiger) sein. Durch das zusätzliche/alternative Angebot von eBooks würden die Herstellungskosten auf Seiten der Verlage erneut gesenkt und ein reines elektronisches Abo wäre für beide Seiten (Leser und Verlag) ein Gewinn.